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Kameralexikon

Erläuterung von Begriffen aus der Kameratechnik

Automatik Programm (Auto)

Im Auto Modus ermittelt die Kamera selbsttätig die für die Aufnahmesituation angemessene Belichtung, Blendenöffnung und Verschlusszeit. In diesem Einstellungsmodus hat der Fotograf kaum Eingriffsmöglichkeiten in einzelne Kamerafunktionen. In der Regel ist die Belichtungskorrektur (+-) in diesem Modus noch zuschaltbar. Das Automatikprogramm ist auf dem Programm-Menürad meist als AUTO oder iAuto (intelligente Automatik) gekennzeichnet.

Das Automatikprogramm ist ideal für Einsteiger und für schnelle Schnappschüsse und führt zu guten Ergebnissen.

Wer mehr Einfluss auf die Bildgestaltung nehmen möchte, sollte sich mit den HalbautomatikprogrammenA (Blendenvoreinstellung und S (Verschlusszeitvoreinstellung) beschäftigen.

 

Batterien

In einigen Kameras, vorwiegend im analogen Bereich (Kameras mit Film) werden Batterien eingesetzt, hier CR123A.

Diese Batterien sollten bei Nichtverwendung der Kamera unbedingt aus dem Batteriefach entfernt werden, da die Gefahr des Auslaufens besteht. Die Säure kann ins Innere der Kamera eindringen und die Elektronik zerstören. 

Bildrauschen

Bildrauschen Digitalkameras

Ein Bildrauschen ist als willkürlich verstreute Farbpunkte (Pixel) oder als Helligkeitsrauschen, -abweichend helle Punkte-, auf einer Digitalaufnahme zu erkennen. Die Farbpunkte oder das Helligkeitsrauschen hat mit dem eigentlichen Bild nichts zu tun und überlagert das Bild nur. Am leichtesten erkennt man Bildrauschen auf dunklen Bildteilen. Jede Digitalkamera hat ein Maß an Grundrauschen (Rauschanteil), wie in diesem Foto zu sehen:

Bildrauschen

Dieses Grundrauschen wird in der Regel nicht wahrgenommen. Wer nicht professionell Aufnahmen macht oder seine Aufnahmen nur in einer kleinen Größe ausdrucken möchte, dürfte allgemein kein Problem damit haben. siehe folgendes Foto:

 

Technischer Hintergrund des Bildrauschens

Um zu verstehen, wie Bildrauschen entsteht, ein wenig Technik dazu: Jede Digitalkamera verfügt über einen Bildsensor (CCD-Element). Diesen Bildsensor gibt es in verschiedenen Flächengrössen, Vollformat 36×24 mm, APS-C 23x15mm, Four Thirds 4/3 17,3x13mm. Auf dem Bildsensor sind eine grosse Anzahl von Bildpunkten (Pixel). Übliche Werte dafür sind 4 bis 20 MBit.

Jede digitale Aufnahme ist eine Zusammensetzung aus diesen Pixeln, die wegen ihrer geringen Grösse meist vom Auge nicht gesehen werden können. Je mehr Pixel je Quadratmillimeter oder Inch auf dem Bildsensor sind, umso kleiner sind diese Pixel und umso geringer ist der Abstand zwischen den Pixeln. Das bedeutet, dass die Signale der einzelnen Pixel sich mit Signalen der umliegenden Pixel mischen können. Ob das mehr oder weniger geschieht ist von der Qualität des Bildsensors und dem nachgeschalteten Signalverstärker abhängig.

Auch die von Dir vorgenommenen Einstellungen an deiner Digitalkamera spielen damit hinein, wie die ISO Einstellung. Für weitergehende Informationen dazu sieh auch in unserem Kameralexikon unter dem jeweiligen Stichwort nach. Zusätzlich spielt hinein, ob du schon längere Zeit durchgehend Aufnahmen machst. Dann erwärmen sich die elektronischen Bauteile in deiner Digitalkamera und das Bildrauschen nimmt zu.

Bildrauschen vermeiden

Was kannst Du machen, um störendes Bildrauschen zu vermeiden?

Während des Aufnehmens
• Stelle auf deiner Digitalkamera auf einen möglichst niedrigen ISO-Wert ein. Verwende dazu bei nicht ausreichenden Lichtverhältnissen ein Stativ oder suche einen festen Platz zum Anlehnen der Digitalkamera. So vermeidest du Unschärfen durch „Verwackelungen“.
• Aufnahmen, bei denen ein Bildrauschen kritisch seine könnte, machst du am besten zu Beginn deiner Aufnahmen.

Während der Nachbearbeitung
• Je weniger Pixel der Bildsensor deiner Digitalkamera hat, desto mässiger sollte die Vergrösserung ausfallen.
• Es gibt Software zum Entrauschen von Digitalaufnahmen.

 

Blendenautomatik (S)

Die Funktion der Blendenautomatik (S) bei Digitalkameras

Blendenautomatik Blendenautomatik

Bei Auswahl der Einstellung S (Blendenautomatik) stellen Sie manuell die Verschlusszeit ein und die Kamera ermittelt die dazu passende Blende. Dieser Modus ist ideal, wenn Sie sich schnell bewegende Objekte „einfrieren“ wollen, also scharf abbilden (hohe Verschlusszeit) oder wenn Sie ein eine Bewegung bewusst unscharf darstellen möchten (lange Verschlusszeit). Der Buchstabe S steht für den Begriff „shutter“. 

 

Beispiele für eine Aufnahmesituation mit der Blendenautomatik (S):

a.) Sie möchten einen Sportler in Aktion fotografieren und die Bewegung einfrieren: Wählen Sie dafür eine kurze Verschlusszeit wie z.B. 1/1000 Sek.

b.) Sie möchten das Wasser eines Springbrunnens weich und fließend darstellen oder Personen, die sich bewegen, in Unschärfe abbilden. Wählen Sie dafür eine lange Verschlusszeit ein, von 1/5 Sekunden. Die Kamera stellt die Blende automatisch so ein, dass die Belichtung insgesamt stimmig ist. (Siehe auch → Langzeitbelichtung)

Achten Sie auf die Warnzeichen auf Ihrem Display. Kann die Kamera aufgrund der herrschenden Lichtverhältnisse keine passende Blende für die gewählte Verschlusszeit einstellen, dann leuchten die entsprechenden Ziffern rot auf. Wenn Sie in diesem Moment auslösen, wäre ihr Foto über- oder unterbelichtet. In diesem Falle müssten Sie eine andere Verschlusszeit wählen.

 

Beispielfoto für kurze Verschlusszeit: Sportfotografie

Verschlusszeit: 1/640, Blende: f/6,3  ISO: 640  Brennweite: 200mm

Blendenautomatik Blendenautomatik

 

Beispielfoto für lange Verschlusszeit: Wasserfall

Verschlusszeit 0,5 Sek  Blende  f/6,3   ISO 100 unter Verwendung eines Graufilters

Lange Verschlusszeit  

Blendenvorwahl/ Verschlussautomatik

Blendenvorwahl (A/AV)

 Blendenvorwahl

Blendenvorwahl

 

Haben Sie den Modus A (Verschlusszeitautomatik/ Blendenvorwahl) eingestellt, so können Sie hier eine gewünschte Blende einstellen und die Kamera ermittelt die für die vorherrschenden Lichtverhältnisse passende Verschlusszeit.

Beispiel für eine Aufnahmesituation für Verschlusszeitautomatik (A/AV):

a.) Sie möchten eine Landschaft fotografieren und möchten alles, d.h. vom Vordergrund bis zum Hintergrund alles scharf abbilden. Wählen Sie in diesem Fall eine hohe Blendenzahl, wie z.B. Blende 11 oder 13.

b.) Sie möchten eine Landschaft fotografieren, es soll aber nur das Haus im Bildvordergrund scharf abbilden um es hervorzuheben. Fokussieren Sie auf das Haus und stellen Sie eine möglichst kleine Blendenzahl ein, wie z.B. Blende 2,8 oder 4,5. So erscheint das Haus scharf abgebildet und der Hintergrund bleibt unscharf.

Bridgekameras

In Optik und Funktion sind Bridgekameras stark angelehnt an Digitale Spiegelreflexkameras. Statt Wechselobjektive haben sie jedoch fest eingebaute Objektive, die in der Regel über einen extremen Brennweitenbereich vom leichten Weitwinkel bis zum Telebereich verfügen (Megazooms).

Der Sensor ist hingegen meist so klein wie bei den Kompaktkameras, was sich letztendlich in der Bildqualität widerspiegelt.

Die Freunde der Bridgekameras genießen die Vorteile der variablen Brennweiten ohne Objektivwechsel. Zudem sind Einstellungen möglich, die die Kompaktkameras in der Regel nicht bieten: Die Modi AUTO (Automatikmodus), Programmautomatik (P), Blendenautomatik (S), Verschlusszeitautomatik (A) oder Manuell (M) stehen genau wie bei den „Großen“ zur Verfügung. Ebenso der RAW Modus für die fortgeschrittenen Fotografen, die Ihre Fotos am PC verlustfrei nachbearbeiten wollen.

Viele Bridgekameras haben einen eingebauten optischen oder elektronischen Sucher, was vor allem bei gleißendem Sonnenschein als Vorteil gegenüber Kompaktkameras angesehen wird.

Bei den langen Brennweiten ist Vorsicht geboten: Wird der extreme Tele-Bereich voll ausgeschöpft, besteht Verwackelungsgefahr. (Dies gilt allerdings bei allen Telezooms mit großer Brennweite). In diesem Fall sollte die Kamera aufgelegt werden oder der Zoom vorsichtshalber etwas zurück gefahren werden.

Four Thirds Standard

Four-Thirds-Standard (FT)

Der Namen Four-Thirds-Standard (FT) leitet sich von den Außenmaßen des Sensors, nicht von dessen Bilddiagonale ab. Der Four-Third-Standard wurde von den Unternehmen Olympus und Kodak entwickelt und 2003 mit der Olympus E-1 erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Four-Thirds-Standard (FT) ist ein herstellerunabhängiger Standard für Systemkomponenten. Diese Systemkomponenten können dann aufgrund ihrer Standardisierung bei verschiedenen, spiegellosen digitalen Systemkameras (DSLM) verwendet werden. Ab 2004 wurde das System neben Olympus und Kodak von Leica, Carl Zeiss und einigen, weniger bekannten Unternehmen unterstützt.

Four Thirds webseite

2008 wurde von Panasonic und Olympus der Micro-Four-Third-Standard (MFT) für spiegellose Kompaktkameras (DSLM) vorgestellt. Durch den Four-Thirds-Standard wurde es möglich, Wechselobjektive an Kompaktkameras zu nutzen. Der Micro-Four-Thirds-Standard ist eine Anpassung des Four-Thirds-Standards an die immer kleiner werdende Gehäusegrösse von Kompaktkameras. Der MFT-Standard für spiegellose Kompaktkameras (DSLM) hat gegenüber dem FT-Standard für spiegellose Kompaktkameras ein nur halb so großes Auflagemass. Das Auflagemass des Four-Third-Standards (FT) für spiegellose Kompaktkameras beträgt 39,24 Millimeter. Näheres zum Micro-Four-Thirds-Standard seht ihr auch in unserem Kameralexikon unter Micro-Four-Thirds Standard.

Die Bilddiagonale des Four-Third-Standards für spiegellose Kompaktkameras (DSLM) ist standardisiert und beträgt 21,63 Millimeter. Damit entspricht es dem Micro-Four-Third-Standard für spiegellose Kompaktkameras (DSLM). Dieses Maß ist wiederum die Hälfte des Kleinbildformates von 43,26 Millimeter.

Bei der Verwendung von Wechselobjektiven des Four-Third-Standards bei spiegellosen Kompaktkameras (DSLM) an Kameras des Micro-Four-Third-Standards (MFT) ist zu beachten, dass der Micro-Four-Third-Standard mit elf elektrischen Kontakten zwei weitere Kontakte für Videonutzungen hat. Das sollte im Allgemein kein Problem darstellen.

Der Micro- Four-Third-Standard von 2008 verwendet ein Auflagemass 19,62 mm. Gegenüber dem Four-Third-Standard (Olympus E-Bajonett (Four-Third-Standard)) mit 38,85 mm ist das wesentlich kleiner. Um vorhandene Wechselobjektive des Four-Third-Standards zu nutzen brauchst du dazu einen mechanischen Adapter. Weiteres über die Bedeutung des Auflagemaßes erfährst du unter „Auflagemaß“ in unserem Kameralexikon.

Der Formatfaktor beim Four-Third-Standard (FT) beträgt 2. Über diesen Faktor wird abgeglichen, in welchem Verhältnis die Objektivbrennweite einer Kompaktkamera zur Objektivbrennweite einer Kleinbildkamera, Ursprung aller digitalen Kameras, stehen muss, um den gleichen Bildausschnitt zu zeigen. Näheres zur Bedeutung des Formfaktors erfährst du in unserem Kameralexikon unter „Formatfaktor“.

Elektronischer Sucher

Elektronischer Sucher Elektronischer Sucher

Elektronische Sucher (ELV = Electronic View Finder) finden wir bei digitalen Kompaktkameras, Bridgekameras, spiegellosen Systemkameras und SLT Spiegelreflexkameras.
SLT Kamera, wie z.B. Sony alpha 65, alpha 67, alpha77 haben einen teildurchlässigen Spiegel. Dieser Spiegel ist nicht beweglich. Der Spiegel bleibt also auch während der Aufnahme in seiner Position im Gegensatz zu den Klappspiegeln der klassischen digitalen Spiegelreflexkameras.
Durch diese Konstruktion der SLT-Kameras fällt nur ein Teil des Lichts auf den Sensor, der Rest wird für die Live-Vorschau verwendet wird.
Spiegellose Systemkameras, die von den technologischen Vorreitern Panasonic und Olympus in den Markt eingeführt wurden, konnten aufgrund des EVIL Systems (electronic viewfinder interchangeable lens) wesentlich kompakter gebaut werden als die bisherigen Spiegelreflexkameras mit Klappspiegel.

 

Funktionsweise des Elektronischen Suchers

Elektronische Sucher zeigen die Vorschaubilder vor der Aufnahme auf einem Monitor an, der sich im Sucherokular der Kamera befindet. Alternativ übernimmt das Display der Kamera die Funktion des Suchers, so wie es bei den digitalen Kompaktkameras der Fall ist.
Okularsucher gibt es als fest eingebaute Variante oder auch, wie bei einigen spiegellosen Systemkameras wie der PEN Serie von Olympus, als Aufstecksucher.Electronic Viewfinder Olympus – Klappbarer Elektronischer Aufstecksucher mit Winkelsuchfunktion
Hochwertige digitale Spiegelreflexkameras mit Klappspiegel verfügen sowohl über einen optischen als auch einen elektronischen Sucher. Über ein optisches Sucherokular betrachtet der Fotograf sein Objekt über Umlenkspiegel direkt durchs Objektiv. Der elektronische Sucher hingegen gibt das Bild auf dem Kameradisplay wieder. Parallel lassen sich diese beiden Sucher nicht verwenden, da für das sogenannte Live View Bild auf dem Display der Spiegel hochgeklappt sein muss, damit der Bildsensor freigegeben wird. Wird auf Live View umgeschaltet, bleibt der optische Sucher dunkel.

Goldener Schnitt

Goldener Schnitt

Der goldene Schnitt gilt als die ideale Grundlage zur ästhetischen Gestaltung eines Fotos. Das Bildformat wird nach einem 60:40 Verhältnis sowohl in der Höhe als auch in der Breite aufgeteilt.

Werden nun die Hauptmotive eines Fotos an den Schnittstellen platziert, so entsteht eine spannendere Bildkomposition als bei einer mittigen Ausrichtung.

Die Einteilung einer Bildfläche im 3:2 Format nach dem Raster des Goldenen Schnitts sieht folgendermaßen aus. Die Schnittpunkte der roten Linien bilden die ideale Position für das Hauptmotiv. Die weißen Linien verdeutlichen hier eine Methode der Rasterfindung, die ein Bild (hier nur in der Horizontalen) in acht gleiche Teile aufteilt und die beiden horizontalen Linien oberhalb und unterhalb der Mitte die wichtigen Linien nach dem Goldenen Schnitt darstellen. Die gleiche Aufteilung in der Vertikalen führt zu den roten vertikalen Linien.

Raster nach dem Goldenen Schnitt

Raster nach dem Goldenen Schnitt

Wird das Hauptmotiv mittig platziert, wirkt der Bildaufbau langweilig. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Entfernung des Hauptmotives zu den Bildrändern nach oben und unten gleich ist, genau wie die Entfernung zum rechten und linken Bildrand und zu den Bildecken.

Platzierung des Hauptmotivs in der Bildmitte

Platzierung des Hauptmotivs in der Bildmitte

 

Spannender wird das Foto, wenn das Hauptmotiv auf einem der Schnittpunkte des oben gezeigten Rasters positioniert wird. Die Entfernungen zu den Bildrändern und zu den Bildecken verändern sich, das Bild hat sofort mehr Dynamik.

Hauptmotiv im Goldenen Schnitt

Hauptmotiv im Goldenen Schnitt

Hauptmotiv im Goldenen Schnitt

Hauptmotiv im Goldenen Schnitt

 

Eine Vereinfachung des Goldenen Schnittes ist die Drittelregel, nach der die Bildfläche in drei gleich große Rechtecke geteilt wird. Die dadurch entstehenden Schnittpunkte sind auch bei dieser Bildaufteilung eine Gewährleistung für eine spannende Bildkomposition. Digitalkameras bieten die Option, bereits während der Aufnahme ein Gitternetz einzublenden.

Das folgende Foto im Bildformat 4:3 , ist nach der Drittelregel ausgerichtet. Das Segelboot befindet sich exakt auf einer der Schnittpunkte der vertikalen und horizontalen Linien, die Horizontlinie des Meeres liegt auf der unteren Drittellinie:

Bildkomposition nach Drittelregel

Bildkomposition nach Drittelregel

Bildkomposition nach Drittelregel

Bildkomposition nach Drittelregel

Bei Landschaftsaufnahmen sollten verschiedene Varianten probiert werden. Wird der Horizont auf der untersten vertikalen Linie platziert, gewinnt der Himmel mehr Raum Wird er auf Höhe der oberen Linie platziert, gerät die Landschaft in den Vordergrund. Die Wirkung beider Fotos ist völlig unterschiedlich. Auch die Wahl zwischen Hochformat und Querformat verändert die Bildwirkung enorm. Einfach mal ausprobieren!

Histogramm

Das Histogramm

 Histogramm mit ausgewogener Belichtung:

Histogramm mit ausgewogener Belichtung

Bei Digitalkameras gibt es in der Regel die Möglichkeit, bei der Aufnahme ein Histogramm zuzuschalten. Dies ist eine sehr hilfreiche Funktion bei der Beurteilung der Belichtung.

Ein Histogramm stellt die Helligkeitswerte des aufzunehmenden Fotos grafisch dar. Die horizontale Achse steht für die verschiedenen Tonabstufungen von dunkel (auf der linken Seite) zu den hellsten Tonwerten (rechts).

Eine ausgewogene Belichtung liegt vor, wenn sich die Balken des Histogramms über die gesamte horizontale Achse verteilen, wobei sich zur Mitte hin ein „Berg“ abzeichnet. Hier sind die Mitteltöne aufgezeichnet.

Histogramm bei Unterbelichtung:

Histogramm bei Unterbelichtung

Sind die Balken nach links verschoben, liegt eine Unterbelichtung vor (siehe Foto). Eine Verschiebung nach rechts zeigt eine Überbelichtung an.

 

Belichtungskorrektur

Funktionstaste Belichtungskorrektur:

Funktionstaste Belichtungskorrektur

Während des Fotografierens kann eine Belichtungskorrektur über die dafür vorgesehene Taste an der Kamera vorgenommen werden. Nach Betätigen der Taste wird auf dem Display eine +/- Skala angezeigt.

Über ein dafür vorgesehenes Menürad der Kamera kann die Belichtungskorrektur vorgenommen werden. Beobachten Sie nach der vorgenommenen Veränderung das Ergebnis auf dem Histogramm.

ISO Wert

ISO-Empfindlichkeit für Digitalkameras

Sicher ist vielen von euch noch die Filmempfindlichkeit, angegeben in ASA oder DIN, bekannt. Der Wert steht z.B. auf den Rollen für Kleinbildfilme. Dieser Wert nennt die Lichtempfindlichkeit eines Films oder auch einer Filmplatte für analoge Kameras. Heute heißt die Bezeichnung ISO (ISO = International Standardisation Organisation). Für die Bezeichnung in ISO, ASA und DIN gilt: Je höher der Wert ist, desto höher ist die Lichtempfindlichkeit eines Films oder einer Filmpatte.

Bei der ISO-Empfindlichkeit für Digitalkameras ist das genauso. Dieser ISO-Wert kann dort per Anwahl am Gerät als ISO-Wert eingestellt werden. Die Einstellung ist üblich, aber nicht bei allen Digitalkameras vorhanden.

ISO Bedienknopf Beispiel Sony alpha 77

 

Mit der Einstellung des ISO-Wertes an deiner Digitalkamera beeinflusst du die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors und die Verschlusszeit. Weitere Einstellmöglichkeiten für ein passend belichtetes Bild sind der Blendenwert und die Belichtungszeit. Darüber berichten wir an anderer Stelle in unserem Lexikon.
Lichtempfindlichkeit des Bildsensors

Wie bei der Filmempfindlichkeit gilt auch hier: Je höher der, an der Kamera eingestellte ISO-Wert ist, desto lichtempfindlicher nimmt deine Kamera auf. Die Digitalkamera ist dann auf eine höhere (Grund-)Lichtempfindlichkeit eingestellt. Dadurch ist es dann möglich auch bei weniger Umgebungshelligkeit gute Aufnahmen zu machen. Du brauchst dann weniger Licht, -Umgebungslicht oder Ausleuchtung-, für eine gelungene Aufnahme.
Verschlusszeit (Zeit während der der Verschluss geöffnet ist)

Die Verschlusszeit und die Blende betreffen beide dasselbe Objekt, nämlich die Abdeckung des Bildsensors, sind aber etwas Verschiedenes. Informationen dazu in unserem Kameralexikon. Wir beschäftigen uns hier nur mit der Verschlusszeit.

Da die Einstellung der ISO-Empfindlichkeit neben der (Grund-) Lichtempfindlichkeit auch die Verschlusszeit der Digitalkamera beeinflusst, ergibt sich hierdurch für die meisten Anwender ein günstiger Nebeneffekt. So wird die Gefahr einer „Verwackelung“ der Aufnahmen bei höher eingestellten ISO-Werten verringert. Der Verschluss ist dann eine kürzere Zeit geöffnet, die Dauer der Belichtung ist geringer. Hinweis: Das ist möglich, da der Bildsensor empfindlicher auf Licht reagiert.

Bei geringen ISO-Werten, längeren Öffnungszeiten des Verschlusses, ist es deshalb vorteilhaft ein Stativ zu verwenden oder einen festen Untergrund für die Kamera zu finden.

Die Erhöhung eines eingestellten ISO-Wertes von 200 auf 400 verkürzt die Verschlusszeit um 50%, also um die Hälfte, ohne dabei die Blendeneinstellung zu ändern. Die Beschreibung zur Funktion der Blende kannst du unter dem entsprechenden Punkt in unserem Kameralexikon finden.
Der ISO – Wert – kein Licht ohne Schatten

Da es aber bekanntlich kein Licht ohne Schatten gibt, hat ein höher eingestellter ISO-Wert auch seine Schattenseite. Dazu ein bisschen Technik: Jede Digitalkamera verfügt über einen Bildsensor (CCD-Element). Diesen Bildsensor gibt es in verschiedenen Flächengrössen, Vollformat 36×24 mm, APS-C 23x15mm, Four Thirds 4/3 17,3x13mm. Auf diesem Bildsensor sind eine grosse Anzahl von Bildpunkten (Pixel), üblich von 4 bis 20 MBit. Jede digitale Aufnahme setzt sich aus vielen Pixeln zusammen, die meist vom Auge nicht gesehen werden können. Diese Pixel bestimmen die grobe oder feine Rasterung einer Aufnahme. Je mehr Pixel sich auf dem Bildsensor befinden, desto feiner gerastert ist die Aufnahme. Die Anzahl der Pixel wird von Bedeutung bei einer starken Vergrösserung der Aufnahme, weil eine erhebliche Vergrösserung, z.B. bei 9x9cm auf DIN A3, die Pixel als kleine, farbige Punkte sichtbar macht. Man spricht dann von einem groben Raster. Nun könnte man meinen, dass dann ja viele Pixel die Lösung darstellen würden. Dem ist leider nicht so und jetzt kommen wir wieder zum ISO-Wert. Je mehr Pixel je Quadratmillimeter oder Inch auf dem Bildsensor sind, umso kleiner sind diese Pixel und umso geringer ist der Abstand zwischen den Pixeln. Das bedeutet, dass die Signale auf den einzelnen Pixeln sich mit Signalen der umliegenden Pixel mischen können.

Wenn nun der eingestellte ISO-Wert erhöht wird, dann wird die (Grund)Lichtempfindlichkeit erhöht, dann entsteht auch zunehmend ein sogenanntes Bildrauschen, das als willkürlich verstreute Farbpunkte (Pixel) auf der Aufnahme zu erkennen ist. Diese Punkte erkennt man im Besonderen auf dunklen Bildteilen. Allgemein gilt: Je höher der eingestellter ISO-Wert, desto höher das Bildrauschen.
Fazit:

Um eine bestmögliche Aufnahme zu machen, muss der passende ISO-Wert auf deiner Digitalkamera eingestellt werden. Dabei gilt: Je geringer die Umgebungshelligkeit ist, desto höher muss der eingestellte ISO-Wert sein. Der ISO-Wert sollte aber nicht willkürlich hoch gestellt werden, sondern so gering wie möglich sein, um das Bildrauschen klein zu halten.

Folgende Werte haben sich aus der Praxis als Richtwerte ergeben:

ISO 100-200 Aufnahme bei Sonne

ISO 400-800 bedeckter Himmel, Abend

ab ISO 800 in dunkleren Innenräumen, Nacht

Langzeitbelichtung

Langzeitbelichtung

Mit einer Langzeitbelichtung erzielt man besondere Bildeffekte, wie z.B. das Verwischen sich bewegender Objekte vor einem statischen Bildmotiv. In diesen Bildbeispielen sehen Sie einen scharf abgebildeten Obststand und vorbeilaufende Menschen, die aufgrund einer langen Verschlusszeit nur noch schemenhaft zu erkennen sind. Dafür wählen Sie auf Ihrer Kamera das Programm S (Verschlusszeitvoreinstellung oder Blendenautomatik) und stellen eine Verschlusszeit von 1/4 sek., 1/2.5 sek oder auch testweise 1 Sek. ein. Nun können Sie die unterschiedlichen Auswirkungen beobachten.

Wichtig: Die Kamera sollte bei der Aufnahme auf einem Stativ, Mauer, Tisch o.ä. erschütterungsfrei stehen und Sie sollten den Selbstauslöser auf 2 Sekunden einstellen.

Die Stärke des Wischeffektes ist abhängig von der Geschwindigkeit der sich bewegenden Objekte, daher sollten Sie verschiedene Verschlusszeiten ausprobieren, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist. Mit dieser Technik können Sie die Menschen sogar komplett aus dem Bild verbannen (bei noch höheren Verschlusszeiten).

Hier eine Bildfolge, bei der die Verschlusszeit schrittweise verlängert wurde:

Beispiel 1: Verschlusszeit 1/5 Sekunden

verschlusszeit 1 5 sec

Der vorbeilaufende Fußgänger ist noch relativ gut zu erkennen. Die Person wird aber schon recht unscharf dargestellt im Vergleich zu dem sich bückenden Mitarbeiter des Obststandes, der sich in diesem Moment nicht so stark bewegt.

Beispiel 2: Verschlusszeit 1/4 Sekunden

verschlusszeit 1 4 sec 1

Auf diesem Foto ist nur noch der Fuß der vorbeilaufenden Person zu erkennen, die beiden „statischen“ Personen am Tisch sind hingegen relativ scharf abgebildet.

Beispiel 3: Verschlusszeit 1/2.5 Sekunden

verschlusszeit 1 2.5 sec 1

Die vorbeilaufende Person ist in dieser Aufnahme nur noch über den starken Wischeffekt erkennbar.

Beispiel 4: Verschlusszeit 1/1.6 Sekunden

verschlusszeit 1.6 2

Bei der hier eingestellten Verschlusszeit ist der Fußgänger nur noch schemenhaft zu erkennen. Der Wischeffekt ist sehr stark herausgearbeitet. Würde man die Verschlusszeit noch weiter verlängern, wäre diese Person auf dem Foto nicht mehr zu erkennen.

Beispiel 5: Leuchtspuren bei Nachtaufnahmen

leuchtspuren

Diese Leuchtspuren vorbeifahrender Autos sind ebenfalls das Ergebnis einer Langzeitbelichtung. In diesem Falle haben wir die Belichtungszeit sogar auf mehrere Sekunden eingestellt. Bei derartigen Aufnahmen ist ein Stativ sehr nützlich.

Für Nachtaufnahmen mit diesen Effekten kann man auch den Manuellen Modus der Kamera (M) wählen, eine kleine Blendenöffnung (z.B. Blende 11) und eine Belichtungszeit von beispielsweise 5 Sekunden einstellen. Geduld und mehrere Testaufnahmen sind hier gefragt! Viel Spaß beim Ausprobieren!

leuchtspuren

Manueller Modus (M)

Der manuelle Modus (M)

schalter auf m

Im Programm M, dem manuellen Modus Ihrer Kamera, können Sie sowohl die Verschlusszeit als auch die Blende einstellen. Das Kameramenü zeigt Ihnen an, ob das Bild korrekt belichtet ist. Dafür erscheint auf dem Display eine optische Skala mit einer +/- Anzeige. + bedeutet Überbelichtung, – Unterbelichtung.

Im manuellen Betrieb haben Sie Zugriff auf den sogenannten Bulb Modus, der Langzeitaufnahmen von 30 Sekunden und mehr ermöglicht. Solange der Auslöser gedrückt wird, wird belichtet. Hierfür ist die Verwendung eines Fernauslösers notwendig, damit durch Erschütterungen der Kamera keine unerwünschten Unschärfen entstehen. Ein Stativ ist ebenfalls sinnvoll. Wichtig ist, das sich die Kamera während der Aufnahme nicht bewegt. Der Bulb-Modus eignet sich ideal für Nachtaufnahmen.

Nachtaufnahme

Nachtaufnahmen mit dem Szeneprogramm

Nachtaufnahme

Fotografieren Sie mit dem Szenemodus Nachtaufnahme, stellt die Kamera automatisch die für diese Aufnahmesituation notwendigen Parameter Belichtungszeit, ISO Wert und Bildmodus ein.

Trotzdem funktioniert die Aufnahme nicht automatisch gut, denn aufgrund der langen Belichtungszeit sollten Sie Nachtaufnahmen möglichst nicht aus der Hand aufnehmen, sondern die Kamera auf einem Stativ, einer Mauer oder auf einem Tisch fixieren, den Selbstauslöser auf z.B. 2 Sekunden einstellen und erst dann auslösen.

Pflege und Reinigung analoger Kameras

Pflege und Reinigung Ihres analogen Fotoapparates

Allgemeine Empfehlungen

In den Kameras befinden sich extrem präzise mechanische und elektronische Teile sowie wertvolle Objektive. Die Kamera kann bei Stoß oder Fall starke Schäden aufweisen. Benutzen Sie am besten Hals- oder Gelenkriemen wenn Sie mit der Kamera fotografieren. Ansonsten bewahren Sie sie am besten in einem harten Kameraschutzbehältnis auf. Zudem sollte der Objektivschutzschieber geschlossen sein bzw. der Objektivschutzdeckel aufgesetzt sein.

Schutz des Objektives

Bei jeder Kamera sammelt sich Schmutz auf dem Objektiv an, was sich negativ auf die Bildqualität auswirkt. Entfernen Sie den Schmutz, indem Sie ihn sanft von der Oberfläche des Objektivs pusten. Anschließend sollten Sie das Objektiv mit einem sauberen, weichen, fusselfreien Tuch abwischen (siehe online-shop). Wischen Sie das Objektiv niemals mit der bloßen Hand oder mit einem einfachen Stück Stoff ab. Auf diese Weise könnte die Oberfläche des Objektivs Kratzer erhalten und die Objektivbeschichtung könnte abgetragen werden, was sich negativ auf die Bildqualität auswirken würde. Durch das Fett der Finger könnte sich noch weiterer Schmutz ablagern. Pusten Sie niemals Schmutz mit Hilfe von Druckluft von der Kamera. Dadurch könnten Staubpartikel in das Gehäuse gelangen, was schwere Schäden nach sich ziehen könnte.

Die Mechanik im Inneren der Kamera

Wenden Sie niemals Gewalt im Umgang mit Ihrer Kamera an. Wenn Sie selbst nicht feststellen können wo das Problem liegt, wenden Sie sich an einen Kamera-Spezialisten. Durch Gewaltanwendung können die inneren Mechanismen beschädigt werden. Wechseln Sie den Film immer an einem dunklen schattigen Ort, niemals bei direkter Sonneneinstrahlung. Ihre Bilder könnten Schaden nehmen. Vergewissern Sie sich, dass der Film richtig eingelegt ist. Ist er fehlerhaft eingelegt, kann das Innere der Kamera Schaden nehmen.Versuchen Sie den Film niemals aufzuspulen wenn Sie einen Widerstand spüren. Dadurch kann der Film reißen oder die Kamera beschädigt werden. Drehen Sie den Rückspulknopf niemals in die falsche Richtung. Dadurch kann der Film gestaut oder geknickt werden.

Batterien

Prüfen Sie regelmäßig das Batteriefach auf Staubablagerungen. Vergewissern Sie sich, dass die Batteriekontakte nicht korrodiert sind, da sonst die Stromzufuhr zur Kamera eingeschränkt ist. Korrodierte Stellen können mit einem Radiergummi behandelt werden. Danach vorsichtig alle Rückstände wegblasen. Wenn Ihre Batterien bei kalter Witterung Ihre Leistung verlieren, dann wärmen Sie sie in Ihren Händen und sie werden schon bald wieder einsatzfähig sein.

Umgebung

Schützen Sie Ihre Kamera, wenn Sie sich in einer nassen, feuchten Umgebung befinden. Am besten bewahren Sie Ihre Kamera in einem Plastikbeutel zusammen mit ein paar Päckchen Silizium-Gel auf, wenn Sie sie gerade nicht verwenden. So kann keine Feuchtigkeit in die Kamera eindringen und auf die Oberfläche der Linse gelangen. Setzen Sie Ihre Kamera auch keiner extremen Hitze aus und keiner direkten Sonneneinstrahlung. Vermeiden Sie Kontakt mit Wasser. Wenn Wasser auf die Kameraoberfläche gelangt ist, dann wischen Sie sie mit einem weichen, saugfähigen Papiertuch ab. Meeresgischt sollte möglichst sofort vorsichtig entfernt werden. Bringen Sie die Kamera nicht aus einer kalten Umgebung in eine warme. Dadurch kann sich im Inneren der Kamera Feuchtigkeit bilden, was wiederum die Leistung der Kamera beeinträchtigt. Versuchen Sie, die Kamera langsam an die veränderte Temperatur zu gewöhnen, indem Sie sie zunächst in einen Raum bringen, der nur ein wenig wärmer ist.

Pflege und Reinigung Digitalkameras

Reinigung des Kameragehäuses

Reinigen Sie das Kameragehäuse mit einem weichen Tuch. Bei starker Verschmutzung können Sie das Tuch in eine Seifenlauge mit mildem Reinigungsmittel tauchen. Anschließend gut auswringen. Die Kamera damit abwischen und mit einem trockenen Tuch nachwischen.

Reinigung der LCD-Anzeige/ Monitor

Mit einem weichen Tuch abwischen

Reinigung der Linse

Blasen Sie den Staub mit Hilfe eines Druckluftreinigers oder eines Blasebalgs von der Linse. Anschließend träufeln Sie einige Tropfen Linsenreinigungslösung auf das Linsenreinigungstuch und wischen die Linse sanft ab.

Sensorreinigung

Für die Sensorreinigung gibt es spezielle Reinigungstools. Da eine nicht sachgemäße Durchführung leicht zur Beschädigung des Sensors führen kann, empfehlen wir, sich an eine Kamerawerkstatt zu wenden. 

Sensorflecken machen sich auf Fotos durch dunkle Flecken bemerkbar, die immer an der gleichen Stelle der Fotos zu sehen sind. Besonders auffällig sind diese auf hellen, gleichmäßigen Bildteilen wie z.B. dem Himmel. 

Reinigung der Speicherkarte

Mit einem trockenen Tuch abwischen.

Hinweis:

Bitte verwenden Sie keine starken Reinigungslösungen, Reinigungsbenzin oder Alkohol sowie keine chemisch behandelten Tücher.

Vor der Reinigung bitte die Batterien entfernen bzw. den Stecker ziehen. Ist die Linse längere Zeit schmutzig oder feucht, kann sich Schimmel bilden.

Aufbewahrung der Kamera

Wenn Sie die Kamera für eine längere Zeit nicht benutzen möchten, dann nehmen Sie bitte Batterien und Picture-Karte aus der Kamera und bewahren Sie die Kamera an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort auf.

Programmautomatik (P)

Die Programmautomatik (P) bei Digitalkameras

programmschalter

Im Modus P (Programmautomatik) werden die zur Aufnahmesituation passende Verschlusszeit und die Blende von der Kamera ermittelt. In dieser Einstellung haben Sie im Gegensatz zum AUTO Modus Zugriff auf verschiedene Detail-Einstellungen, wie z.B.:

Weißabgleich
ISO
AF Modus
Messmethode (z.B. Mehrfeld- oder Spotmessung).

 

Auch können Sie in diesem Modus die Bildqualität einstellen und, wenn die Kamera dies bietet, das Raw-Format einstellen. Das RAW-Format bietet im Gegensatz zum JPG Format die Möglichkeit, das Foto am PC verlustfrei zu bearbeiten, da es sich hier um die sogenannten Rohdaten handelt. Das Fotografieren im RAW Format beansprucht aber auch mehr Platz auf der Speicherkarte.

Programmschalter

Programmschalter

Der Programmschalter ©VIADAVINCI

Hochwertige Kompaktkameras, Bridge-Kameras und digitale Spiegelreflexkameras verfügen über einen Programmschalter wie hier abgebildet (Kleine Abweichungen je nach Kameramodell möglich). Der Programmschalter ermöglicht ein schnelles Umschalten zwischen den verschiedenen Aufnahmemodi.

In der Regel sind folgende Einstellungen möglich:

Auto

Programmautomatik

Blendenautomatik (S/TV)

Verschlusszeitautomatik (A/AV)

Manuell (M)

Szeneprogramme (SCN)

Videoprogramm

 

Bei einigen Kameras:

Art Programme (ART) mit besonderen Bildeffekten, die direkt in der Kamera erzeugt werden, wie POP Art, Monochrom, Soft Fokus usw.

Sensorreinigung

Reinigung des CCD-Sensors einer Digitalkamera

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Aufgrund der Bauweise der Digitalkameras gelangt immer etwas Staub in das Kameragehäuse. Staubpartikel können sich daher auch dem Sensor der Kamera ablagern, eine Reinigung ist von Zeit zu Zeit erforderlich, da die Staubpartikel in Form von dunklen Flecken auf den Fotos sichtbar sind.

Um zu kontrollieren, ob der Sensor verschmutzt ist, sollte ein Foto von einer gleichmäßig weißen Fläche (eine weiße Wand oder eine weiße Fläache auf einem Computer-Monitor) aufgenommen werden. Dieses Bild sollte mit ganz geschlossener Blende gemacht werden, um eine große Schärfentiefe zu erreichen. Das Motiv sollte zudem ganz unscharf aufgenommen werden.

Sollten nun Schmutzpartikel zu sehen sein, ist der Sensor nicht mehr sauber. Viele Digitalkameras verfügen über einen Selbstreinigungsprozess, der über das Kameramenü aktiviert werden kann oder bei einigen Modellen automatisch erfolgt. Lesen Sie daher die Bedienungsanleitung Ihrer Kamera aufmerksam durch.

Bei digitalen Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven ist es möglich, losen Staub unter zu Hilfenahme eines Blasebalgs vom CCD-Sensor zu Pusten. Hier ist äußerste Vorsicht geboten. Bereits ein leichter Kontakt des Blasebalgs mit dem Sensor kann diesen zerstören.

Kleben Haare oder Blütenpollen auf dem Sensor, muss eine Nassreinigung des Sensors erfolgen. Unter Umständen ist jedoch auch damit nicht garantiert, dass der Schmutz auf dem Sensor zu 100% entfernt werden kann. Diese Arbeit sollte in jedem Falle von einem Fachmann durchgeführt werden, auch wenn dafür geeignete Reinigungsartikel durchaus über Internet-Shops zu beziehen sind.

 

Verschmutzter Lichtsensor

Beispielfoto eines verschmutzten Lichtsensors einer digitalen Kompaktkamera:

Ausgebauter Bildsensor einer digitalen Kompaktkamera

 

Ablauf einer Sensorreinigung in unserer Werkstatt am Beispiel einer digitalen Spiegelreflexkamera

1. Zunächst werden Spiegelkasten, Spiegel und die Mattscheibe der Kamera abgesaugt

Reinigung Spiegelkasten

Reinigung Spiegelkasten 

2. Anschließend wird der Sensor mit Luft gereinigt, so dass die groben und losen Schmutzpartikel entfernt werden

3. Nun erfolgt die Nassreinigung des Sensors mit einem Spezial-Reinigungsspatel und einer speziellen Reinigungsflüssigkeit

Nassreinigung des Sensors:

Nassreinigung des Sensors

 

4. Mit einem Sensorscop, der eine 800-fache Vergrößerung ermöglicht, wird der Sensor kontrolliert

Überprüfung mit Hilfe eines Sensorscops:

Überprüfung mit Hilfe eines Sensorscops

5. ggf wiederholte Nassreinigung

6. Überprüfung der Verschlusszeiten der Kamera, Justage

Justage

 

 

Foto Sensor fotolia 13023729

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Sportfotografie

Sportfotografie

Sportfotografie erfordert Geduld und Übung. Um wesentliche Momente eines Sport-Events oder einer Sportart festzuhalten, ist ein Teleobjektiv ratsam. Damit kommen Sie nahe genug an das Geschehen heran. Für den Einstieg kann das Motiv-/ Szeneprogramm Sportaufnahme an der Kamera eingestellt werden. In diesem vollautomatischen Programm wählt die Kamera automatisch die kürzest mögliche Verschlusszeit, so dass die Bewegung des Sportlers „eingefroren“ wird, und das Bild scharf wird. Zudem wird die Serienbildmodus eingestellt, so dass beim Drücken des Auslösers mehrere Fotos hintereinander aufgenommen werden. So kann später das gelungenste Foto ausgewählt werden.

Profi-Fotografen arbeiten mit Super-Teleobjektiven, die eine hohe Lichtstärke haben. Diese Spezial-Objektive kosten jedoch mehrere Tausend Euro. Es sind bereits digitale Kompakt- und Bridgekameras mit enormen Brennweiten erhältlich, die zudem schnell genug sind, Sportszenen ansprechend aufzunehmen.

Wer nicht im Sportprogramm fotografieren will, sondern selbst etwas mehr Einfluss auf das Foto haben möchte, wählt die Halbautomatik S, Verschlusszeitvorwahl. Hier stellen Sie eine kurze Verschlusszeit ein, beginnen dabei z.B. mit einer Verschlusszeit von 1/500. Die korrekte Blende stellt die Kamera selbstständig ein. Nun machen Sie ein paar Testaufnahmen. So finden Sie heraus, welche Zeit für die aktuelle Sportart optimal gewählt ist und zu Ihrer gewünschten Bildaussage passt. So können Sie mit Ihren Fotomotiven „spielen“. Fotografieren Sie z.B. bei einem Motorsportereignis und varieren die Verschlusszeiten etwas, frieren Sie die Szene entweder komplett ein (sehr kurze Verschlusszeit) oder Sie erreichen ein scharfes Hauptmotiv mit einem leicht verwischten Hintergrund, was die Dynamik der Situation betont.

Nehmen Sie sich auf jeden Fall Zeit, einen Ersatzakku und evt. eine zweite Speicherkarte mit. Durch das ständige Fokussieren verbraucht die Kamera viel Strom!

Beispiele:

Verschlusszeit: 1/640, Blende: f/6,3 ISO: 640 Brennweite: 200mm

© VIA DA VINCI

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Verschlusszeit: 1/400, Blende: f/2,2 ISO: 200 Brennweite: 24mm

© VIA DA VINCI

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Verschlusszeit: 1/1000, Blende: f/5 ISO: 800 Brennweite: 150mm

© VIA DA VINCI

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Szeneprogramme

Szeneprogramme/ Motivprogramme von Digitalkameras

szeneprogramm

Digitalkameras Fotokameras verfügen über sogenannte Szeneprogramme oder auch Motivprogramme. Diese Programme sind entweder über einen Drehschalter oder über das Menü auswählbar.

Bei den Motivprogrammen wird herstellerspezifisch versucht, allgemeine Regeln für bestimmte Aufnahmesituationen in den Kameraeinstellungen festzulegen. So wird z.B. beim Programm Sport der Bildmodus auf Serienaufnahme gesetzt sowie eine kurze Verschlusszeit eingestellt.

Bei Landschaftsaufnahmen hingegen werden die Schärfe und Kontrast erhöht, oft die Blau- und Grüntöne angehoben und die Blende weit geschlossen, um eine große Schärfentiefe zu erzielen.

Motiv- oder Szeneprogramme sind daher bei schnellen Schnappschüssen durchaus eine Hilfe, da sie in der Regel zu guten Fotoergebnissen führen

Verschlussautomatik (A/AV)

Die Verschlusszeitautomatik (Blendenvorwahl)bei Digitalkameras

Einstellung Blendenvorwahl/ Verschlusszeitautomatik ©VIADAVINCI

©VIADAVINCI

Haben Sie den Modus A (Verschlusszeitautomatik/ Blendenvorwahl) eingestellt, so können Sie hier eine gewünschte Blende einstellen und die Kamera ermittelt die für die vorherrschenden Lichtverhältnisse passende Verschlusszeit.

Beispiel für eine Aufnahmesituation für Verschlusszeitautomatik (A/AV):

a.) Sie möchten eine Landschaft fotografieren und möchten alles, d.h. vom Vordergrund bis zum Hintergrund alles scharf abbilden. Wählen Sie in diesem Fall eine hohe Blendenzahl, wie z.B. Blende 11 oder 13.

b.) Sie möchten eine Landschaft fotografieren, es soll aber nur das Haus im Bildvordergrund scharf abbilden um es hervorzuheben. Fokussieren Sie auf das Haus und stellen Sie eine möglichst kleine Blendenzahl ein, wie z.B. Blende 2,8 oder 4,5. So erscheint das Haus scharf abgebildet und der Hintergrund bleibt unscharf.

Vollformatsensor

Vollformat – Vollformatsensor

Volllformatsensor

Vollformatsensor ist die Bezeichnung für einen 36 x 24 mm grossen Bildsensor einer Digitalkamera. Jede Digitalkamera verfügt über einen Bildsensor (CCD-Element). Diesen Bildsensor gibt es in verschiedenen Flächengrössen, Vollformat 36 x 24 mm, APS-C 25 x 17mm, APS-H 30 x 17mm, four-thirds 4/3 17,3x13mm. Der Begriff Vollformat lehnt sich dabei an den 35-mm-Kleinbildfilm an, der bei analogen Kameras weit verbreitet eingesetzt wurde. Der Kleinbildfilm war der Standard für analoge Kameras, sowohl im Massenmarkt als auch im professionellen Bereich der Fotografie.

Als der Markt für Fotografie sich langsam von analogen Kameras auf Digitalkameras hin umstellte, standen zu Beginn aus technischen Gründen und wegen hoher Kosten nur kleinere Bildsensoren, wie z.B. APS-C 23 x 15 mm und APS-H, 30 x 17mm, zur Verfügung. Die kleineren Bildsensoren machten es den nicht so versierten Fotografen zu Beginn schwer sich umzustellen. Die Fotografen waren es bei analogen Aufnahmen, Verwendung des üblichen Kleinbildfilms und ihrer Objektive gewohnt, dass sich ein bestimmter Blickwinkel und eine bestimmte Brennweite ergeben musste. Bei den kleineren Bildsensoren von Digitalkameras ergibt sich im Vergleich zu dem gewohnten Format bei analogen Aufnahmen mit Kleinbildfilm ein kleinerer Bildwinkel und eine scheinbare Brennweitenverlängerung.

Ab dem Jahr 2000 wurden dann Bildsensoren im Vollformat (Vollformatsensor) serienmässig.

Gegenüber den kleineren Bildsensoren, wie APS-C und APS-H, die heute nahezu nur noch in Kompaktkameras eingebaut werden, ergibt sich noch ein weiterer Vorteil: Der Vollformatsensor hat eine grössere Fläche. Auf diesem Bildsensor sind eine grosse Anzahl von Bildpunkten (Pixel), üblich bis 20 MBit. Je weniger Pixel je Quadratmillimeter oder Inch auf dem Bildsensor sind, umso grösser ist der Abstand zwischen den Pixeln. Das bedeutet, dass die Signale auf den einzelnen Pixeln sich mit Signalen der umliegenden Pixel weniger mischen können. Bei Bildsensoren mit grösserer Fläche ist das Bildrauschen dann geringer als bei flächenkleineren Bildsensoren. Weitere Informationen zum Bildrauschen findet ihr in unserem Kameralexikon unter ISO-Wert und Bildrauschen.

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