Goldener Schnitt

Goldener Schnitt

Der goldene Schnitt gilt als die ideale Grundlage zur ästhetischen Gestaltung eines Fotos. Das Bildformat wird nach einem 60:40 Verhältnis sowohl in der Höhe als auch in der Breite aufgeteilt.

Werden nun die Hauptmotive eines Fotos an den Schnittstellen platziert, so entsteht eine spannendere Bildkomposition als bei einer mittigen Ausrichtung.

Die Einteilung einer Bildfläche im 3:2 Format nach dem Raster des Goldenen Schnitts sieht folgendermaßen aus. Die Schnittpunkte der roten Linien bilden die ideale Position für das Hauptmotiv. Die weißen Linien verdeutlichen hier eine Methode der Rasterfindung, die ein Bild (hier nur in der Horizontalen) in acht gleiche Teile aufteilt und die beiden horizontalen Linien oberhalb und unterhalb der Mitte die wichtigen Linien nach dem Goldenen Schnitt darstellen. Die gleiche Aufteilung in der Vertikalen führt zu den roten vertikalen Linien.

 

Raster nach dem Goldenen Schnitt

 

Wird das Hauptmotiv mittig platziert, wirkt der Bildaufbau langweilig. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Entfernung des Hauptmotives zu den Bildrändern nach oben und unten gleich ist, genau wie die Entfernung zum rechten und linken Bildrand und zu den Bildecken.

Platzierung des Hauptmotivs in der Bildmitte

 

Spannender wird das Foto, wenn das Hauptmotiv auf einem der Schnittpunkte des oben gezeigten Rasters positioniert wird. Die Entfernungen zu den Bildrändern und zu den Bildecken verändern sich, das Bild hat sofort mehr Dynamik.

 

Hauptmotiv im Goldenen Schnitt

 

Hauptmotiv im Goldenen Schnitt

 

Eine Vereinfachung des Goldenen Schnittes ist die Drittelregel, nach der die Bildfläche in drei gleich große Rechtecke geteilt wird. Die dadurch entstehenden Schnittpunkte sind auch bei dieser Bildaufteilung eine Gewährleistung für eine spannende Bildkomposition. Digitalkameras bieten die Option, bereits während der Aufnahme ein Gitternetz einzublenden.

Das folgende Foto im Bildformat 4:3 , ist nach der Drittelregel ausgerichtet. Das Segelboot befindet sich exakt auf einer der Schnittpunkte der vertikalen und horizontalen Linien, die Horizontlinie des Meeres liegt auf der unteren Drittellinie: 

 

Bildkomposition nach Drittelregel

 

Bildkomposition nach Drittelregel

 

Bei Landschaftsaufnahmen sollten verschiedene Varianten probiert werden. Wird der Horizont auf der untersten vertikalen Linie platziert, gewinnt der Himmel mehr Raum  Wird er auf Höhe der oberen Linie platziert, gerät die Landschaft in den Vordergrund. Die Wirkung beider Fotos ist völlig unterschiedlich. Auch die Wahl zwischen Hochformat und Querformat verändert die Bildwirkung enorm. Einfach mal ausprobieren!

Letzte Änderung am Dienstag, 26 August 2014 13:30

1 Kommentar

  • Jürgen Voss

    gepostet von Jürgen Voss

    Samstag, 23 August 2014 05:56

    Ein wirklich interessanter, überzeugender Artikel.

    Ich kenne den "Goldenen Schnitt" aus der Malerei und fand die Wirkung dieser Teilung schon immer fantastisch.

    Jürgen

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